über das Baudenkmal

In den Jahren 1928 bis 1930, zur Zeit der wirtschaftlichen Rezession, entstand im Leipziger Westen eine sehr moderne Schwimmhalle. Geplant wurde das Gebäude durch den bekannten Bauhaus-Architekten und seinerzeitigen Stadtbaudirektor Hubert Ritter.

Es ist eines der bedeutendsten Bauwerke seiner frühen Schaffensepoche.

Eine Baulücke zwischen der Markt- und der Odermannstraße bot den Platz für das Bauvorhaben. Auf der Seite der Marktstraße ist ein Uhrturm zu erkennen, dessen signalhafte Wirkung bis heute das Westbad kennzeichnet.

Unmittelbar am Lindenauer Markt wurde so auf beengtem Raum zwischen Gebäuden der Gründerzeit, aber  - im klaren Gegensatz dazu - eine moderne Schwimmhalle einschließlich der dazu gehörenden Einrichtungen geschaffen, die an die Tradition der Volksbäder der Jahrhundertwende anknüpfte und bis heute als vorbildlich gelten kann.

Insgesamt wurde mit dem Bauwerk eine Multifunktionalität angestrebt, die Wettkampfsport, schulischen Schwimmunterricht und öffentlichen Badebetrieb beinhalten sollte. Das Gebäude wird strukturell beherrscht durch die Schwimmhalle mit dem großen Becken - den heutigen Veranstaltungssaal - dessen Boden zugleich die Deckenkonstruktion des darunter liegenden, kleineren Schwimmbeckens bildet. Dieses frühere Lehrbecken wird heute wieder als Kinder- und Therapiebecken genutzt. 

Im Jahr 1990 mußte das Bad aufgrund einer veralteten Haustechnik sowie der sanierungsbedürftigen Bausubstanz geschlossen werden. Erste Gebäudeteile an der Markstraße konnten später umfassend saniert und im Jahr 2003 zunächst als Gesundheitszentrum wiedereröffnet werden. Der zur Odermannstraße hinausgehende Teil, der die Schwimmhalle beinhaltet hat, ist Ende 2015 fertig gestellt worden und wird seither als Kulturhalle und Eventlocation bewirtschaftet.  

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